Impfungen sind eine effektive Präventionsmaßnahme zum Schutz des Einzelnen und der gesamten Bevölkerung vor Infektionskrankheiten. Nach einer Impfung kann das Immunsystem Krankheitserreger schneller erkennen und bekämpfen, sodass Krankheitsausbrüche verhindert und schwere Krankheitsverläufe vorgebeugt werden können. Bei einer ausreichenden Impfquote können Krankheiten sogar gänzlich ausgerottet werden. Wir arbeiten jeden Tag mit Leidenschaft für eine Welt, in der sich alle Menschen durch Impfungen vor Krankheiten schützen können.

Überblick über impfpräventable Erkrankungen

Impfungen und Impfstoffe: Die wichtigsten Fragen und Antworten

  • Um zu erfahren, welche Impfungen für Sie empfohlen werden, informieren Sie sich bitte im Impfplan Österreich. Auf der Webseite https://impfen.gv.at/ des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz können Sie sich zu den einzelnen impfpräventablen Erkrankungen (Krankheiten, die durch Infektionserreger wie Bakterien oder Viren verursacht werden und durch eine rechtzeitige und vollständige Impfung verhindert oder abgeschwächt werden können) genauer informieren. 

  • Bei einer Impfung werden abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Bestandteile von Krankheitserregern, welche vom Körper erkannt werden, injiziert. Daraufhin bildet das Immunsystem Antikörper gegen den Erreger aus. Bei einer Infektion kann das Immunsystem die Krankheitserreger schneller erkennen und bekämpfen und den Ausbruch der Krankheit somit verhindern oder den Verlauf abmildern. Auf diese Weise kann das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Folgeschäden stark vermindert werden.

  • Sie können sich bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, im Betrieb bei Ihrem Arbeitsmediziner oder Ihrer Arbeitsmedizinerin oder bei einem offiziellen Impfzentrum beraten und impfen lassen. In Wien können Sie sich beispielsweise an den Impfservice Wien wenden.

  • Es wird zwischen einer Grundimmunisierung (die erste Verabreichung einer Impfdosis) und einer Auffrischungsimpfung unterschieden. Impfungen können als Lebendimpfstoff verabreicht werden, bei dem der Krankheitserreger abgeschwächt wurde, oder als Totimpfstoff, bei welchem der Krankheitserreger abgetötet wurde. Zusätzlich existieren mRNA-Impfstoffe, bei denen der Bauplan für Virusproteine injiziert wird. Anhand des Bauplans stellt der Körper das Virusprotein her, was vom Körper als fremd erkannt wird und zur Bildung von Antikörpern führt.

  • Nach einer ausführlichen Aufklärung durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin wird die Impfung meist mittels einer intramuskulären Injektion am Oberarm verabreicht.

  • Generell können während der Schwangerschaft Impfungen mit Totimpfstoffen im 2. und 3. Trimenon durchgeführt werden. Lebendimpfstoffe, wie z.B. Masern, Mumps, Röteln, Varizellen und Gelbfieber dürfen in der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, sondern sollten spätestens 4 Wochen vor Empfängnis geimpft werden („Prepare for pregnancy“).

    Einige Impfungen, wie z.B. gegen Influenza, Pertussis und Covid-19 werden in der Schwangerschaft sogar explizit empfohlen und können nicht nur einen Schutz für die Mutter bieten, sondern auch das Kind über die Geburt hinaus schützen. Informieren Sie sich hier: Impfplan Österreich.

  • Für bestimmte Regionen der Welt werden zusätzliche Reiseimpfungen wie beispielsweise eine Impfung gegen Gelbfieber oder Tollwut empfohlen. Informieren Sie sich hier: Impfplan Österreich.

  • Impfungen, die im Rahmen des Kinderimpfprogramms angeboten werden, sind kostenfrei. Bei Erwachsenen können abhängig vom Impf-Anbieter Kosten für das Impf-Honorar und eine Beratungsgebühr anfallen.